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Hardware

Das WLAN-Modul

Ein industrielles WLAN-Modul für die Hutschiene im Schaltschrank. Es liest Betriebsdaten per Modbus RTU direkt aus den Registern des Frequenzumrichters aus und überträgt sie per WLAN an die Kiotra-Cloud — ohne Eingriff in die bestehende Steuerung.

WaveShare ESP32-S3 Control Board mit RS485 und CAN

Technische Daten

Basis
WaveShare ESP32-S3
Industrial Control Board (RS485 + CAN)
Konnektivität
WLAN + Bluetooth
802.11 b/g/n, BLE 5.0
Schnittstelle
RS-485 + CAN
Beide isoliert, Modbus RTU + CAN 2.0
CAN-Bus
CAN 2.0 / isoliert
Für CANopen-fähige Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
7–36V DC
Direkt aus dem Schaltschrank (24V)
Montage
Hutschiene (DIN)
Industriegehäuse, Schraubklemmen
Abmessungen
91.6 × 23.3 × 58.7 mm
Kompaktes Format für jeden Schaltschrank

So funktioniert die Kommunikation

Das WLAN-Modul ist der Modbus-Master auf dem RS-485-Bus. Es liest zyklisch die Register des Frequenzumrichters aus — und optional weitere Modbus-Teilnehmer wie I/O-Erweiterungsmodule. Die Daten werden per WLAN an die Kiotra-Cloud gesendet. Steuerbefehle (z.B. Drehzahl ändern) kommen über die Cloud zurück und werden per Modbus an den Frequenzumrichter weitergegeben.

Frequenz­umrichter
Modbus Slave 1
I/O-Modul
Modbus Slave 2
optional
RS-485
WLAN-Modul
ESP32-S3 (Master)
WLAN
Kiotra Cloud
Server
HTTPS
Endkunde-App
Browser / PWA

Woher kommen die Sensordaten?

Das WLAN-Modul hat keine eigenen Sensoreingänge. Alle Messwerte werden über den Modbus-RTU-Bus ausgelesen — in erster Linie direkt aus dem Frequenzumrichter. Zusätzliche Sensoren werden bevorzugt an die freien Eingänge des FU angeschlossen. Erst wenn diese belegt sind, kommen separate I/O-Module hinzu.

Vom Frequenzumrichter — standardmäßig verfügbar

Jeder moderne Frequenzumrichter stellt über seine Modbus-Register bereits eine Vielzahl an Betriebsdaten bereit. Das WLAN-Modul liest diese Register zyklisch aus:

Ausgabefrequenz HzMotorstrom AZwischenkreisspannung VMotortemperatur °CFehlerstatusBetriebsstunden hLeistung kWDrehrichtung

Zusätzliche Sensoren — über den Frequenzumrichter

Die meisten modernen Frequenzumrichter verfügen über freie Analog- und Digitaleingänge (z.B. 4–20 mA, 0–10V, potentialfreie Kontakte). Externe Sensoren können direkt an diese Eingänge angeschlossen werden — die Messwerte sind dann über die Modbus-Register des Frequenzumrichters auslesbar, ohne zusätzliche Hardware.

Erst wenn alle Eingänge am Frequenzumrichter belegt sind, kommt ein separates Modbus-I/O-Erweiterungsmodul auf denselben RS-485-Bus. Dieses Modul erhält eine eigene Modbus-Adresse und wird ebenfalls auf der Hutschiene montiert.

Druck barDurchfluss l/minFüllstand %Ext. Temperatur °CVibration mm/s

Alles in einem Modul

Was Sie beschaffen müssen

Immer benötigt
  • 1× WaveShare ESP32-S3 Control Board (RS485 + CAN)
  • RS-485-Kabel (2-adrig, z.B. CAT5) zum Modbus-Port des Frequenzumrichters
  • 24V DC Spannungsversorgung (i.d.R. im Schaltschrank bereits vorhanden)
  • WLAN-Abdeckung im Bereich des Schaltschranks
+Optional — für zusätzliche Sensoren
  • Sensoren mit Analogausgang (4–20 mA oder 0–10V) — an freie Eingänge des Frequenzumrichters
  • Nur wenn FU-Eingänge belegt: Modbus-RTU-I/O-Modul (Hutschiene, 24V DC) + RS-485-Kabel

Installation

WLAN-Modul auf die Hutschiene clipsen, RS-485 (A+ / B−) an den Modbus-Port des Frequenzumrichters anklemmen, 24V Spannungsversorgung anschließen, WLAN-Zugangsdaten über die Kiotra-App konfigurieren — fertig. Kein Eingriff in die bestehende Steuerung, keine CE-Problematik.

Für zusätzliche Sensoren: Bevorzugt an die freien Analog-/Digitaleingänge des Frequenzumrichters anschließen — die Werte werden über dieselben Modbus-Register mit ausgelesen. Erst wenn alle FU-Eingänge belegt sind, wird ein separates I/O-Erweiterungsmodul auf denselben RS-485-Bus geschaltet.